Benjamin
Sohn unserer Hündin Joesie

 

 

 

 

Gestatten? Benjamin vom Herbstweg, genannt „Benni“. Beruf: Sport-Westie. Ja, genau! Was gibt´s denn da zu lachen? Meine Berufung ist es nun mal, den ganzen Tag mit meinen Menschen zu arbeiten, und das kam so:


Im Sommer 2004 beschloss ich, mich nach sportlichen Menschen umzusehen, die ich trainieren kann. Eines Tages kamen zwei, die recht sympathisch aussahen und die so schienen, als könnten sie meinen Ambitionen gerecht werden... Diejenige, die sich „Frauli“ nennt, sagte zwar immer nur „meine Güte, ist DER süss“ und derjenige, der sich „Herrli“ nennt war ganz begeistert von meiner Art, ihn anzuknabbern, dennoch habe ich die beiden ausgesucht, weil ich dachte, mit viel Training kann man aus den beiden schon was machen – und – recht gehabt! Man kann einen Menschen halt nicht von heute auf Morgen zum Spitzensportler aufbauen, daher musste ich mir noch weitere Trainingspartner suchen – und die habe ich auch gefunden – in „Grossfrauli“ und „Grossherrli“. Die beiden werden von mir unter der Woche täglich trainiert, wobei wir mittlerweile schon auf mehrstündigen Touren im Ort sind – nicht schlecht, nicht schlecht und sehr „Westiegerecht“! Das „Frauli“ trainiere ich zwischendurch mit langen Spaziergängen, wobei ich mir nachher schon das eine oder andere Schokodrop oder ab und zu einmal eine Kaustange gönne. Das „Herrli“ ist zuständig für die „Off-Road-Events“, ihn trainiere ich am Berg und im Wald, und das zumeist zweimal die Woche, gut, ich denke, wenn er die ganze Woche nichts tut, dann muss ich ihn halt am Wochenende etwas härter annehmen.

 

Er erzählt auch die ganze Zeit Sachen von wegen „artgerechter Haltung“ und „perfekte Ernährung“ – Moment mal, wer trainiert denn da wen??? Ah ja, ich vergaß ganz, zu erwähnen, dass mir ja die ganze Gasse gehört, der Ort, der Wald, der Berg und zwei Gärten, daher muss ich natürlich mein Revier jeden Tag begehen, beschnuppern und intensiv markieren. Sie können sich ja gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit das noch neben dem Training meiner Menschen bedeutet! Passt man einmal nicht auf, kommen doch glatt irgendwelche Hunde daher, die glauben, in mein Revier eindringen zu können! Tststs! Aufgrund meiner intensiven sportlichen Betätigung habe ich sogar meine Ausstellungskarriere beendet – nach dreimal „Vorzüglich“ und sogar einmal „Jugendbester“, wohlgemerkt, aber das Training und die Arbeit mit meinen Menschen – keine Zeit, keine Zeit...

Sie sehen also, wie viel ich zu tun habe, außerdem muss ich mich nebenbei noch um mindestens 10 Stofftierli und eine Beißwurst kümmern, weiters muss ich jetzt wieder mein Revier markieren gehen – nehmen Sie´s mir bitte nicht übel, aber als so viel beschäftigter Westie kann ich mich jetzt nicht länger aufhalten...

Ein herzliches „Wuff“,

Benjamin vom Herbstweg